Das Wochenende und das Über-Ich
Seinen Samstagvormittag beim Gastroenterologen zu verbringen, ist nicht gerade die Art von entspannender Wochenendebetätigung, die ganz oben auf meiner Liste für spaßige Wochenendbetätigungen steht. Ich hab gerade mal nachgeguckt, und ich stelle fest, diese Betätigung ist nicht mal unter den Top-Ten und bei genauerem hinsehen stelle ich fest, sie steht gar nicht erst drauf! Und ich glaube das wird vorerst auch nichts werden, denn mein Gastroenterologebesuch vom Samstag trug nicht dazu bei diese Situation zu ändern.
Das liegt zum großen Teil daran, dass ich die Gespräche der Sprechstundenhilfe mit den Patienten am Tresen nicht vergessen kann:
Sprechstundenhilfe: »Das Abführmittel konnten Sie ganz nehmen?«
Patientin: »Ja.«
Sprechstundenhilfe: »Als Sie heute morgen das letzte mal den Darm entleert hatten, wie sah dass dann aus? Form, Farbe, Konsistenz, Geruch?« (Geschmack vielleicht auch noch?)
Das sind Dialoge die dazu wunderbar geeignet, mir die Lust auf ein schönes Frühstück nach der Untersuchung zu verleiden.
Wenigstens gestaltete sich der Abend angenehmer. Schön Tuppen (ein Kartenspiel, wobei es geht um zu ermitteln wer die nächste Runde zahlen muss) spielen und dazu unzählige Herrengedecke. Übrigens Korn hat zur Zeit meine Vorliebe für Jägermeister entthront.
Wenn man ein neues Kartenspiel lernt, kann es übrigens helfen auf doof zu markieren. Man sinkt zwar in dem Ansehen der Spielpartner, aber man kann sich über viel Runden retten und wird unterschätzt. Diese Taktik ging für mich jedenfalls gut auf.
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2 Eintraege zu »Das Wochenende und das Über-Ich«
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Tuppen benötigt Intelligenz ?
Soziale Intelligenz!