10 songs of my life | #1 Bad Religion
Es gibt Bands und Lieder die man ziemlich toll findet. Man kann Sie bestimmt 5000 Mal hintereinander weg hören, aber spätestens nach dem 5001 Mal fängt es an.
Man mag den Song dann zwar immer noch, aber man kriegt keine Gänsehaut mehr an dieser einen Stelle die man so genial findet. Dann hört man doch lieber mal zur Abwechslung ein anderes Stück der Platte und irgendwann kann man den Song überhaubt nicht mehr hören.
So läuft es bei mir immer, aber es gibt auch Ausnahmen. Nämlich diese Stücke die einem wirklich was bedeuten. Diese Stücke kann man selbst dann noch gerne hören, wenn man schon längst auf ein anderes Genre umgeschwängt hat und so’ne Musik eigentlich gar nicht mehr hört. Man bekommt zwar auch keine Gänsehaut mehr bei dieser einen Stelle, aber dafür denkt man an die Situation, das Gefühl, diese eine Freundin oder sonst irgendwas was man mit diesem Song verbindet. Solche Songs sind rar, aber auch die Besten.
#1 BAD RELIGION »21st Century Digtal Boy«
Dieser Song erinnert mich nicht nur an eine bestimmte Situation, sondern an viele. Quasi einer ganzen Epoche meines Lebens.
Ich war 13 Jahre alt, und fing gerade mit dem Skateboarden an. In den Sommerferien 1990 kaufte ich mir ein Ferienticket für den Bus, so konnte ich jeden Tag für Umme in den Skatepark von Bad Oeynhausen fahren. Dort saß ich dann die meiste Zeit am Rand und schaute den »Großen« zu, denn ich konnte ja noch keine Tricks und ich wollte mich ja nicht gleich bis auf die Knochen blamieren. Irgendwann traute ich mich dann auch mal mich zu den coolen Kids zu setzen. Das war dann das Größte, einfach dabei zu sein und den Geschichten zu lauschen welcher US-Skater denn gerade so der beste oder welche Band die genialste war.
An diesem einen Tag war es dann Bad Religion.
Nils: »Habt ihr denn schon die Neue von Bad Religion gehört? Richtig geil!«
Grace:«Bad Religion? Kenn ich nicht.«
20 Augen starrten mich plötzlich verständnislos an (eigentlich waren es nur 19, denn Micha schielte) und ich wünschte mir die letzten 30 Sekunden nochmal zu wiederholen und dieses Mal einfach wissend zu Nicken oder zu sagen »Ja…die ist mal richtig geil!«. Vor meinem inneren Auge liefen drei Konsequenzen dieser zugegebene Unwissenheit ab.
- 10 Fäuste die plötzlich in meine Richtung schießen.
- Verhöhnendes Gelächter, und anschließendes ausgeschlossen werden.
- Beides (Worst Case Senario)
Aber es geschah nichts davon, sondern einer der »Großen« meinte das man dies änder müsse, und er würde mir mal die Platte auf Tape aufnehmen.
Dieses Tape war ein Offenbahrung. Mein erstes Konzert auf das ich ging war die Releasetour 1992 der »Generator«. Ich habe alle Alben die bis 2000 erschienen sind. Besitze 5 Shirts diverser Konzerte und unzählige andere Erinnerungen die mit dieser Band und diesem Lied verbunden sind.
Hat noch jemand Lust seine Top Ten vorzustellen? Stöckchen werf.
Kommentare
7 Eintraege zu »10 songs of my life | #1 Bad Religion«
Kommentar hinterlassen
Alles klar, bin morgen mit dabei!
[…] In diesem Sinne: Erst morgen komme ich dazu in diese Aktion einzusteigen. Gute Nacht. […]
Klingt gut. Obs ’ne Top 10 wird kann ich nicht sagen, aber dabei bin ich allemal!
[…] Um es mal mit den Worten von Malcolm zu sagen, diese Miniserie von Grace° ist wirklich nachahmungswert, es geht um 10 Songs, die einen Einfluss auf das eigene Leben gehabt haben bzw. haben. Songs, die man 5000mal gehört hat und sie beim 5001. Mal trotzdem nicht satt hat. Ob ich 10 zusammen kriege kann ich jetzt noch nicht sagen, wir werden sehen. Den Anfang macht […]
[…] Um es mal mit den Worten von Malcolm zu sagen, diese Miniserie von Grace° ist wirklich nachahmungswert, es geht um 10 Songs, die einen Einfluss auf das eigene Leben gehabt haben bzw. haben. Songs, die man 5000mal gehört hat und sie beim 5001. Mal trotzdem nicht satt hat. Ob ich 10 zusammen kriege kann ich jetzt noch nicht sagen, wir werden sehen. Den Anfang macht […]
[…] Diese Aktion liegt mir wirklich am Herzen, denn ich habe viel darüber nachgedacht welche Lieder mich oder eher meinen Geschmack geprägt haben. Es sind viele. Das steht fest. Aber nicht so viele, wie ich Anfangs gedacht habe. Ich meine, mittlerweile kann ich auf fast 30 Jahre Musikkonsum (eher 17 Jahre, denn ab einem bestimmten Alter verkopft sich Musik und dieser Zeitpunkt war bei mir nunmal als ich 13 Jahre alt war) zurückblicken. Da hört man so einiges. Ich hatte mir überlegt streng chronologisch vorzugehen, aber spätestens jetzt hab ich keine Ahnung mehr wann ich was zum ersten Mal gehört habe. […]
[…] Und da ist es schon wieder passiert. Ich bewege mich ja seit längerem in einem Umfeld dessen Umfeldbewohner Indiemusik und Britpop wirklich als Lebenseinstellung sieht. Ich fand das ja immer ganz süß. Ich glaube das liegt daran, weil ich mich nie so wirklich zu einer Musikrichtung zugehörig fühlte. Naja, irgendwie schon, aber nie wirklich auf Dauer. Jedenfalls entdecke ich gerade diese Welt und ihre manigfaltigen Soundtracks dazu. Bands wie Oasis und Maximo Park sind da ja nur die Spitze des Eisbergs, so wie AC/DC und Metallica die Spitze des heavyMetals’schen Eisbergs sind. Und gerade weil ich diese Indieszene immer ein wenig komisch fand, muß ich zugeben, bin ich auch deren Band immer sehr mißtrauisch begegnet. Das ärgert mich. Wie kann man sich nur von seiner eignen Einstellung so blockieren lassen. Hiermit ist nun Schluß! Denn ich habe die EDITORS gehört. Indieleben, ich komme. […]