Kurz und Schmerzlos

So könnte ich die letzten Tage beschreiben. Ein Wechselbad der Gefühle, aber eigentlich ist das ja immer so zum Ende des Jahres. Und kaum ist das Jahr zu ende, da macht man sich auch schon Sorgen um das kommende. »Was werde ich wo machen?«, »Wo wird das alles hingehen?« und »Wo werde ich landen?«, aber die wichtigste Frage stellt man sich nicht. Die lautet natürlich für jeden von uns anders. Die Kunst wird es sein, sich selbst die richtigen Fragen zu fragen, denn nur dann kann man auch die richtigen Entscheidungen treffen.

Ich jedenfalls wünsche allen den Meinen, dass sie sich die richtigen Fragen für’s kommende stellen.
Kommt gut rein!

Das wird ein spannendes Jahr.

Schokolade und kein Ende

Also als unser Prof meinte:

»So, ich hab mir da mal was in den Semesterferien überlegt…(Kunstpause seinerseits. Ich hasse Kunstpausen!) …Also ich dachte mir wir machen mal was ganz anderes. Wir wäre es denn mal mit Verpackungsdesign für Schokolade?«

Er grinst, wir (meine Kommilitonen und ich) gucken unruhig von einem zum anderen, keiner sagt etwas und ich hätte schwören können eine Stecknadel fallen zu hören.

»Ja genau, find ich auch super, das machen wir dann mal.« Er grinst nun noch breiter und ich hake schon mal dieser Semester für mich innerlich ab. »Dat wird nix Digger«. Schokolade ist schon mal gar nichts für mich und dann auch noch Verpackungsdesign. Das ist doch was für Warmduscher, Sportbeutelträger oder noch schlimmer, Produktdesignstudenten.
Also erstmal vier Wochen überhaupt nix gemacht und dann stark nach gelassen bevor ich überhaupt richtig angefangen habe. Bis vor zwei Wochen, denn dann stand der Termin für die erste große Zwischenpräsentation. Nämlich Heute.
Irgendwie bin ich dann doch noch mit allem fertig geworden, bin sogar ganz zufrieden mit dem Ergebnis.
Aber sobald ich heute mit meiner Präsi durch bin, wird sich so richtig einer umgehängt. Quasi Bier trinken. Und das dieses mal richtig ernsthaft! Daniel, mach dich auf was gefasst.

lindt

Auch mal was feines…

…war das Seminar am Mittwoch zu den »Parasitären Strategien« von und mit der Professorin Sabine Fabo. Da die Frau eh zu viel weiß, wollte sie auch mal andere dran lassen, ans lehren. Und einer wurde gelassen. Zu lehren. Über Viral Marketing.
Und das war mal wieder vom feinsten, glaub ich, hab geschlafen. Neee, nur Spaß Fabi. Hab alles mitbekommen. War super! Echt.

Ist nun für euch ja nicht so spannend, denn ihr wart ja nicht da, aber dafür gibt es ein kleines Trostpflaster, denn der Herr Nöthe hat ne nette Linkliste mit seiner Präsentation und den dollen Youtube-Videos bereit gestellt. Angucken!

P.s.: Herr Nöthe, war das jetzt auch Virales Marketing, dass ich sie hier gelobt, angepriesen und verlinkt habe? Hümm…, naja.

Mal Pause machen

Also ok, ich sehe es ja jetzt ein. Hätte ich mir ja aber auch denken können, denn so oft kann das ja gar nicht so gut sein.
Türlich…es hatte ja auch seine Guten Seiten. Zwei genau genommen: 1. meinen Mutter Theresa-Komplex befriedigen; 2. Reichtum.
Das sind natürlich auch sehr schlagkräftige Argumente, müsst ihr zugeben. Aber jetzt ist es erstmal vorbei.
Vorbei, vorbei, vorbei….muss ich erstmal üben dieses Wort. Es will mir noch längst nicht so leicht von den Lippen wie es müsste. Naja, wo wir ja gerade bei MÜSSEN sind (und damit meine ich nicht diese Ikeastadt). Mir hat man in meiner Kindheit immer gesagt: »Müssen must du gar nichts, nur auf’s Klo«. Übrigens ein selten dummer Spruch. Aber es muss jetzt sein.
Vielleicht nich gleich ganz Schluß damit machen, vielleicht reicht ja auch nur mal ne Pause. Abstand. Mal sehn. Ob ich das durchhalte?
Keine Ahnung, aber es muss, sonst kann ich meine Gesundheit gleich beerdigen. 12 Feet under.
Warum jetzt genau und womit? Hatte ich doch erzählt: Spenden. Plasma. Wöchentlich.

Also ich war mit den Mädels auf dem Weihnachtsmarkt. Hatte sich so ergben. Gleich nach dem Spenden. Plasma. 800ml.
Hatte ich gut vertragen, sonst. Dieses mal nicht. Nach einem Glühwein und zwei Zigaretten, wurde mir plötzlich ungut. Abellig wie meine Oma immer das nannte.
Erst kalter Schweiß auf der Stirn.
»Grace? Grace…alles klar.? Du bist auf einmal ganz blaß. Setz dich mal lieber«, diese Stimme vernehme ich von ganz weit her. Dann nur noch dumpfes Rauschen. Mir wird schlecht. Dann kotzen. Hinter dem Glühweinstand. Jetzt ist der Glühwein nur noch eine ekelige Lache vor mir. Beine geben nach. Dunkel. Augen wieder auf. Zwei sehr besorgte Gesichter über meinem.
»Äh…ich glaub ich muss mal nach hause. Mir geht es nicht so gut.«

Ok…mal den Termin zum Spenden am Donnerstag absagen.